Geschichte der Sklaverei
Christlich-Konservativer Blog

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 Wer wählte Hitler ? (2)

 

1.     Die Wahlergebnisse von Hitlers Partei NSdAP nach Geschlecht der Wähler:

Von linken feministischen Kreisen wird heute, unterschwellig oder offen, häufig vertreten, die Frauen seien das bessere Geschlecht als die Herren, die verantwortlich wären für Kriege, die angeblich immer noch bestehende Unterdrückung der Frau und anderes mehr.

Untersucht man aber die Wahlergebnisse der Hitler-Partei NSdAP von 1928-1932 (April) nach dem Geschlecht, so ergeben sich keine großen Unterschiede im Anteil der NSdAP bei den Stimmen der Frauen und der Herren von 1924 bis 1933 März.

  

 

1.1 Die Wahlergebnisse der NSdAP bei Herren und Frauen von 1924 bis 1932 April:

 Dazu lässt sich sagen, dass >die< Frauen 1924 bis 1932 etwas seltener die NSdAP wählten, als >die< Herren. In der Zeit von 1928 bis 1932 (April) lag dabei der maximale absolute Unterschied zwischen beiden bei höchstens gut zwei Hundertsteln (2,3%), nämlich bei der Reichspräsidenten-Wahl 1932 April, der geringste Unterschied bei acht Tausendstel (0,8%), nämlich bei der Reichstagswahl 1928. [1]

 

 

1.2 Die Wahlergebnisse der NSdAP bei Frauen und Herren

von 1932 Juli bis 1933 März:

 

Schon bei der Reichspräsidentenwahl 1932 April gab es aber eine überdurchschnittliche Resistenz gegen die Wahl der NSdAP lediglich noch bei den katholischen Frauen,[2] die sogar bis zur letzten teilweise freien Wahl mit mehreren Parteien 1933 März 5 anhielt[3]. Evangelische Frauen hingegen wählten genauso oft oder öfter Hitler als die evangelischen Herren. Das Wahlverhalten der katholischen Frauen zu diesem Zeitpunkt ist dabei „in erster Linie auf die starke Bindung katholischer Frauen an das Zentrum [die katholische Deutsche Zentrumspartei] und die [katholische] Bayerische Volkspartei [BVP] zurückzuführen“.[4] Die Ursache dieser starken Bindung an die katholischen Parteien wiederum aber war die geradezu sprichwörtliche Frömmigkeit vieler katholischer Frauen, die sich, wie man später sagte, hauptsächlich mit Kindern, Küche und Kirche (KKK) beschäftigten.

Während aber die überdurchschnittliche Resistenz katholischer Frauen gegen die Wahl der NSdAP sogar bis zur letzten Wahlen mit mehreren Parteien 1933 (März 5) andauerte[5], kam es in den evangelischen Gebieten schon 1932 [Reichstagswahlen 1932 Juli und November] zu einem Gleichstand zwischen Frauen und Herren[6]. Bei der Reichstagswahl 1933 (März 5) wählte dann ein soviel höherer Anteil der evangelischen Frauen Hitlers Partei, als der evangelischen Herren, dass die NSdAP im Reichsdurchschnitt von den Frauen insgesamt öfter gewählt wurde, als von den Herren.[7]

 

Man kann also sagen, dass >die< Frauen je nach Zeitpunkt etwas seltener, gleich häufig, bzw. (1933 März 5) etwas häufiger Hitlers Partei NSdAP wählten als >die< Herren, im Großen und Ganzen also ähnlich. Die Frauen waren also in ihrem Verantwortungsbereich, nämlich beim weiblichen Wahlrecht das sie seit 1918 hatten, genauso verantwortlich für Hitlers Aufstieg, wie die Herren – was die feministische linke These Frauen seien bessere Menschen als Herren im politischen Bereich deutlich widerlegt.

Hingegen bestätigen diese Wahlergebnisse die überragende Bedeutung der katholischen und Lutherischen Religion für das Wahlverhalten bezüglich des Nationalsozialismus wieder.

 

Dies zeigt sich auch bei der Analyse der Wahlergebnisse der  NSdAP nach der Konfession bei der Kategorie Hausfrauen und andere erwachsense nichtselbstständige Haushaltsangehörige, die vor allem aus den Hausfrauen besteht. Siehe Graphik:

 

Graphik 1: Wahlergebnisse der NSdAP bei wahlberechtigten Hausfrauen nach Konfession in %:

 

Daten aus: Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 284, Tabelle 7.19.

 

2.     Das Wahlverhalten der Selbstständigen in Deutschland hing ebenfalls in allererster Linie von der Religionszugehörigkeit ab:

 Die marxistische Ideologie von der Bestimmung der politischen Neigung durch die „Klassenzugehörigkeit“, d.h. durch den ausgeübten Hauptberuf, behauptet, dass Selbstständige (und ihre soziologisch so genannten „mithelfenden Familienangehörigen“) sich politisch „reaktionär“ verhalten (also z.B. NSdAP wählen), oder, wie es Karl Marx und Friedrich Engels 1848 in ihrem Manifest der Kommunistischen Partei schrieben:

 

Die Mittelstände, der kleine Industrielle, der kleine Kaufmann, der Handwerker, der Bauer, sie alle bekämpfen die Bourgeoisie, um ihre Existenz als Mittelstände vor dem Untergang zu sichern. Sie sind also nicht revolutionär, sondern konservativ. Noch mehr, sie sind reaktionär, [denn] sie suchen das Rad der Geschichte zurückzudrehen.“[8]

Dies ist nur auf den ersten Blick nicht ganz falsch: Der Anteil der wahlberechtigten Selbstständigen, die NSdAP wählten, lag bei den Reichstagswahlen 1930 bis 1933 immer über dem Durchschnitt aller Wahlberechtigten. (1930 stimmten für die NSdAP 17% der Selbstständigen im Vergleich zu 15% von allen Wahlberechtigten, 1932 Juli: 39% : 31%, 1932 November: 33% : 26% und 1933: 49% : 39%.[9])

Doch fällt erstens sofort auf, dass offensichtlich selbst 1933 als die Hitlerdiktatur bereits Realität war nicht einmal die Hälfte der angeblich so reaktionären wahlberechtigten Selbstständigen und ihrer Mithelfenden Familienangehörigen für die NSdAP stimmten. Zweitens aber gilt, dass wenn man die Stimmabgabe der Selbstständigen nach der Konfession aufschlüsselt, diese mehr als durchschnittliche Stimmabgabe der Selbstständigen für die NSdAP nur für die nicht katholischen Selbstständigen gilt! Konkreter in der Regel nur für die protestantischen [meist Lutherischen] Selbstständigen. Die katholischen Selbstständigen hingegen haben ihre Stimme sogar noch seltener der NSdAP gegeben, als der Durchschnitt der katholischen Wahlberechtigten allgemein. Die protestantischen (meist lutherischen) Selbstständigen und  (ihre) mithelfenden Familienangehörigen hingegen stimmten noch weitaus öfter für die NSdAP als der Durchschnitt der Wähler und erst recht der Durchschnitt der katholischen Wähler.

Dies zeigt Graphik 2:

 

 

Graphik 2: Wahlergebnisse von Hitlers Partei NSdAP 1930-1933 in Prozent der wahlberechtigten Selbstständigen und deren jeweiligen mithelfenden Angehörigen:


Lesebeispiel: Es stimmten im Juli 1932 nur 13% der wahlberechtigten selbstständigen Katholiken für die NSdAP, aber sogar 61% (!) aller protestantischen Selbstständigen und Mithelfenden.

Tatsächlich war also 1930-1933 die Wahl der Selbstständigen nur dann überdurchschnittlich „reaktionär“ wenn sie protestantisch (meist Lutherisch) waren, aber sehr deutlich unterdurchschnittlich, wenn sie katholisch waren. Das politische Bewusstein der Selbstständigen hängt hier also von der Religion ab, und nicht von der marxistisch so genannten „Klassenzuge­hörig­keit“, dem Hauptberuf. (Zudem hängt ja die Religion der Selbstständigen ganz offenbar auch nicht von der „Klassenzugehörigkeit“ ab, sonst müssten ja alle Selbstständigen entweder katholisch oder evangelisch sein, oder zumindest eine weit überwiegende Mehrheit!)

Die Realität widerspricht also im Fall der Selbstständigen wie so oft der grundlegenden Annahme der Marxschen Ideologie, >das [v.a. berufliche] gesellschaftliche Sein bestimme das [politische] Bewußtsein<.[10]

 

 

3.     Das Wahlverhalten der Arbeitslosen

 

 

3.1 Vergleich des Wahlverhaltens der arbeitslosen Arbeiter und der erwerbstätigen Arbeiter:

 

Die marxistische Ideologie behauptet, wie bereits gesagt, das Bewusstsein der Menschen werde durch ihre „Klassenlage“, d.h.  ihre Stellung im Beruf geprägt, und die Arbeiter seien die fortgeschrittenste Klasse (würden also tendenziell nicht NSdAP wählen):

Tatsächlich aber haben die erwerbstätigen Arbeiter der späten Weimarer Republik eher überdurchschnittlich häufig die NSdAP gewählt, nur die arbeitslosen Arbeiter unterdurchschnittlich häufig. Siehe dazu Tafel 3:


 

(Tafel 3 stammt aus: Falter, Jürgen W.; Warum die deutschen Arbeiter während des Dritten Reiches zu Hitler standen; in: Geschichte und Gesellschaft Nr. 13; 1987: 224.)

 

In Tafel 3 wurde der Korrelationskoeffizient Pearson’s r verwendet und mal Hundert genommen: Perfekte je-mehr-desto-mehr-Beziehungen erreichen dabei den Wert 100, Perfekte je-mehr-desto-weniger-Beziehungen den Wert -100. Schwache Beziehungen liegen nahe 0. In Tafel 3 ist zu sehen, dass es zwischen „Arbeiter insgesamt“ und den Wahlerfolgen der NSdAP kaum einen Zusammenhang gibt (linkes Drittel der Tafel). Etwas stärker ist schon der je-mehr-desto-mehr Zusammenhang zwischen „Erwerbstätige Arbeiter“ und den Wahlerfolgen der NSdAP: Je mehr erwerbstätige Arbeiter es in einem Wahlkreis gab desto merkbar höher war das Wahlergebnis der NSdAP (mittleres Drittel der Tafel)! Einen relativ starken negativen Zusammenhang (allerdings nicht so stark wie den zwischen Konfession katholisch und Wahlergebnis der NSdAP) gibt es nur für „Erwerbslose Arbeiter“ und den Wahlerfolgen der NSdAP. Es gilt also: Nicht die Arbeiter, sondern die Arbeitslosen waren der Wahl der NSdAP gegenüber deutlich abgeneigt! Die Arbeiter mit Arbeit wählten sogar etwas häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung NSdAP.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, das zu „allen Arbeitern“ in der Weimarer Republik auch die Landarbeiter gehörten. Die wiederum wählten deutlich häufiger NSdAP als die Arbeiter in  Industrie und Handwerk.

 

 

3.2 Die Wahlergebnisse der kommunistischen Partei Deutschlands bei arbeitslosen Arbeitern:

 

Das Wahlverhalten der Arbeitslosen bietet allerdings nur wenig Anlass zur Freude, denn die Arbeitslosen wählten sehr viel häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung die andere totalitäre Partei der Weimarer Republik, die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), die ebenfalls ihre Gegner mit Mord verfolgen wollte. Siehe Graphik 2 unten:

 

 

 

Graphik 2: Vergleich der Wahlerfolge der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) 1932 bis 1933 bei wahlberechtigten erwerbslosen Arbeitern und beim Durchschnitt der Wahlberechtigten insgesamt:


 

 

3.3 Das Wahlverhalten der arbeitslosen Angestellten:

 

Auch die arbeitslosen Angestellten wählten, wie die arbeitslosen Arbeiter, überdurchschnittlich totalitär: Sowohl ihr Stimmenanteil für die NSdAP als auch für die KPD war höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Dies zeigt, dass die von der SPD durch die von ihr 1928 bis 1930 geführte Regierung unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD) mittels Nichtzahlung der Reparationen aus dem Versailler Vertrag herbeigeführte Weltwirtschaftskrise und die damit verbundene Arbeitslosigkeit auch in Deutschland kein Allheilmittel gegen die Wahl totalitärer Parteien war, und wohl auch, dass eine verzeifelte Lage wie die Arbeitslosigkeit kein guter Berater ist.

  

Graphik 3: Vergleich der Wahlerfolge der NSdAP bei den wahlberechtigten arbeitslosen Angestellten und bei den Wahlberechtigten insgesamt:

 

(Daten zum Durchschnitt der Wahlberechtigten aus: Jürgen W. Falter: Warum die deutschen Arbeiter während des „Dritten Reiches“ zu Hitler standen. Einige Anmerkungen zu Gunther Mais Beitrag über die Unterstützung des nationalsozialistischen Herrschaftssystems durch Arbeiter. In: Geschichte und Gesellschaft 13 (1987), 217–231, 229.)

(Daten zum Durchschnitt der wahlberechtigten arbeitslosen Angestellten aus: Falter, Jürgen W. und Andreas Link und Jan-Bernd Lohmöller und Johann de Rijke und Siegfried Schumann; Arbeitslosigkeit und Nationalsozialimus. Eine empirische Analyse des Beitrags der Massenerwerbslosigkeit zu den Wahlerfolgen der NSDAP 1932 und 1933;  in: Falter, Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialismus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP (=Historical Social Research. The Official Journal of QUANTUM and INTERQUANT, Supplement 25; 2013): 111-144, hier: 141, Tabelle 8.)

 

 

Darüber hinaus stimmten die wahlberechtigten arbeitslosen Angestellten auch überdurchschnittlich oft für die kommunistische Partei Deutschlands (KPD), so dass man, auch wenn man die NSdAP für eine rechte Partei hält, nicht, wie marxistisch oft behauptet wird, von einer eindeutigen rechten Vorliebe der arbeitslosen angestellten Wahlberechtigten sprechen kann, Siehe Grafik 4:

 

 

Grafik 4: Durchschnitt der Stimmen für die KPD bei wahlberechtigten arbeitslosen Angestellten verglichen mit dem Durchschnitt der wahlberechtigten Bevölkerung insgesamt:

 

 

Die beiden Graphiken zeigen, dass die Arbeitslosigkeit bei den arbeitslosen Angestellten die Wahl der beiden totalitären Parteien begünstigte. Allerdings liegen die Stimmen der Angestellten sowohl für die KPD als auch für die NSdAP nur relativ wenig über dem Durchschnitt der Wahlberechtigten.

 

 

4.     Die Wahlergebnisse der NSdAP bei katholischen und nichtkatholischen Angestellten:

 

Eine Überraschung gibt es bei den Wahlergebnissen der NSdAP bei katholischen und nichtkatholischen Angestellten im Vergleich. Hier haben die katholischen Angestellten bei den Wahlen 1932 Juli, 1932 November und 1933 März öfter die NSdAP gewählt, als die nichtkatholischen Angestellten, aber nicht häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung. Hingegen haben die nichtkatholischen Angestellten seltener als der Durchschnitt der Bevölkerung NSdAP gewählt, aber bei weitem nicht so selten, wie der Durchschnitt der katholischen Wahlberechtigten. Die Ergebnisse im einzelnen zeigt Graphik 5:

 

 

Graphik 5: Die Wahlergebnisse der NSdAP in Prozent bei den wahlberechtigten katholischen und nichtkatholischen Angestellten 1932-1933:

 

Daten aus: Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 178 Graphik zu Tabelle 6.1 und 241 Tabelle 7.9.

 

 

1.     Die Stimmen der wahlberechtigten Arbeiter insgesamt:

 

 

 

 

Die wahlberechtigten Arbeiter insgesamt, also arbeitslose Arbeiter und Arbeit habende Arbeiter zusammengerechnet (d.h. die laut Marx progressivste Klasse), wählten seit 1932 Juli von allen Parteien am häufigsten die NSdAP. Siehe Graphik 6:

 

Graphik 6: Die Stimmen der wahlberechtigen Arbeiter insgesamt  für NSdAP, KPD und SPD im Vergleich 1928 bis 1933:

 



Daten aus:
[14]

 

Der Anteil von Hitlers Partei NSdAP an den Stimmen der wahlberechtigten Arbeiter stieg von 2% („1928“), sowie 13% („1930“), über 27% bei der Wahl im Juli 1932 („1932 Juli 31“) bis auf 33% der wahlberechtigten Arbeiter bei der letzten Reichstagswahl 1933. Damit bekam die NSdAP von 1932 Juli 31 bis zu den letzten teilweise freien Wahlen 1933 März 5 konstant mehr Arbeiterwähler als die SPD oder als die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Die größte „Arbeiterpartei“ war also die NSdAP. Das steht in diametralem Gegensatz zur marxistischen Behauptung, die Arbeiter seien die fortgeschrittenste Klasse. Oder es bedeutet, dass die NSdAP eine linke Partei ist und damit alle mörderischen Parteien (NSdAP und KPD links sind.

 

 

 

6.     Vergleich der Stimmabgabe der Arbeiter einerseits und der Angestellten/Beamten andererseits:

 

Eine Folge der zahlreichen Stimmenabgabe der Arbeiter insgesamt für die NSdAP: Die Arbeiter insgesamt wählten 1932 bis 1933 zu einem höheren Anteil NSdAP als die angeblich reaktionären Angestellten und Beamten. Siehe Graphik 6.

 

 

Graphik 6: Die Stimmen für Hitlers Partei, die NSdAP, einerseits der Arbeiter insgesamt und andererseits der von Soziologen so genannten Neuen Mittelschicht insgesamt (d.h. die Angestellten und Beamten):


Bei den entscheidenden Wahlen von 1932 (Juli), 1932 (Nov) und 1933 (März) stimmte also ein größerer Teil von den Arbeitern für die NSdAP als von den Angestellten und Beamten! Die „neuen Mittelschichten“, wie die Angestellten und Beamten soziologisch heißen, stimmten also seltener für die NSdAP als die Arbeiter, die seit Jahrzehnten der Propaganda der roten Arbeiterparteien SPD und KPD ausgesetzt gewesen waren. Auch dies spricht gegen die marxistische Behauptung, die Arbeiter seien die „progressivste“ Klasse, die Mittelklassen hingegen seien „reaktionär“.

Die lange vertretene These, ausgerechnet die Arbeitergebiete seien insgesamt oder zum weitaus größten Teil gegenüber dem Nationalsozialismus immun gewesen, kann [daher] nicht mehr bestätigt werden.[15] Immun in höherem Grad als die Arbeiter gegen die Wahl der NSdAP war vielmehr die Neue Mittelschicht, also die Angestellten und Beamten. (Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeiter insgesamt einen höheren Arbeitslosenanteil aufwiesen, als die Angestellten/Beamten, und deshalb auch häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung KPD wählten, also die zweite totalitäre Partei.)

 

 

Graphik 7: Stimmen für die NSdAP in % der wahlberechtigten Deutschen, der Arbeiter, und der Angestellten/Beamten:

 

Daten für die Arbeiter und Angestellten/Beamten aus: Falter, Jürgen W.; Warum die deutschen Arbeiter während des Dritten Reiches zu Hitler standen; in: Geschichte und Gesellschaft Nr. 13; 1987: 217-231, hier: 229 Tafel 6.

Daten für den Durchschnitt aller Wahlberechtigten aus: Borowsky; Peter; Wer wählte Hitler und warum; Ein Bericht über neuere Analysen der Wahlergebnisse 1928 bis 1933; in: Peter Borowsky. Schlaglicher historischer Forschung. Studien zur deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert; aus dem Nachlass herausgegeben von Rainer Hering und Rainer Nicolaysen; Hamburg 2005: 235-253, hier 246, Tabelle 3. URL: http://hup.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/9/chapter/HamburgUP_Schlaglichter_Hitler.pdf; Zugang 22.03. 2019.

 

Bei den entscheidenden Wahlen von 1932 und 1933, die zur Machtübernahme Hitlers führten, stimmten die Arbeiter insgesamt also 4-6% seltener für die NSdAP als der Durchschnitt der Bevölkerung - aber häufiger als die, laut Marxisten ach so reaktionäre (Neue) Mittelschicht der Angestellten und Beamten, die, mit 8-9% weniger, deutlich seltener als der Durchschnitt der Bevölkerung die NSdAP wählten.

Was hingegen Arbeiter wirklich sehr deutlich von der Wahl der Nazipartei NSdAP abgehalten hat, war, wenn sie zur katholischen Kirche gehörten. Diesen Zusammenhang bespricht der nächste Abschnitt:

  

7.     Das Wahlverhalten der katholischen bzw. nicht katholischen wahlberech­tigten Arbeiter:

 Graphik 8: Vergleich der Wahlergebnisse der NSdAP bei den wahlberechtigten katholischen bzw. nichtkatholischen Arbeitern 1930-1933:


Daten aus: Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 284, Tabelle 7.19.

  

8.     Die Anziehungskraft der NSdAP auf Junge und Alte:

 

8.1 Das junge Durchschnittsalter der weiblichen und männlichen Parteimitglieder der NSdAP:

 

Heutzutage gibt es einen Kult der nichtnationalsozialistischen Linken um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es wird dabei ohne Beweise so getan, als seien diese natürlicherweise nichtnationalsozialistisch links. Aber eine natürliche Neigung der Jüngeren „links“ zu sein gibt es in Wirklichkeit gar nicht, wie die Mitgliederstruktur der NSdAP zeigt – es sei denn man sieht die NSdAP zutreffend als linke Partei an. Denn die NSdAP war, bis sie 1933 an die Macht gelangte, eine im Vergleich zu den anderen Parteien extrem jugendliche Partei: Von 1925-1933 lag das Durchschnittsalter der Mitglieder der NSdAP bei nur 31 Jahren.[16] Dabei ist zu berücksichtigen, dass man Mitglied dieser Partei nur ab einem Alter von 16 Jahren sein konnte, was durch das >Fehlen< der Altersklassen von 1-15 Jahren Alter natürlich den Durchschnitt nach oben (!) zieht. Die Mitglieder der NSdAP waren in der Regel männlich und jung, also >gute< Schläger und wurden wie ich vermute, auch deshalb so angeworben.

  

8.2 Die Wahlergebnisse der NSdAP bei jungen und alten Wahlberechtigten:

Überdurchschnittliche Wahl-Ergebnisse der NSdAP bei den jüngeren Wählern gab es aber nicht.[17] Das heißt aber auch: Die jungen Wähler, d.h. die unter 25 Lebensjahren, wählten die Nazis auch nicht seltener als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Durchschnittlich höhere Wahlergebnisse erzielte die NSdAP hingegen bei den älteren Wählern über 65 Jahren. Wie fast immer gilt aber auch hier: Die durchschnittlich höheren Wahlergebnisse für die Nazis bei älteren Wählern gab es aber fast nur in den evangelischen und den gemischtkonfessionellen Wahlkreisen, in den katholischen Wahlkreisen gibt es diesen Zusammenhang fast gar nicht.[18]

 

 

9.      9. Die Herkunft der Wähler der NSdAP von den anderen Parteien:

 

 

Graphik 9: Die Herkunft der Wähler der NSdAP von den anderen Parteien

1928-1933:

Die Zahlen für die KPD[19], die SPD[20], die beiden katholischen Parteien[21], die DNVP[22], DVP und DDP[23], sowie die [bürgerlich evangelischen[24]] Interessenparteien[25] stammen aus den in diesem Satz in der jeweiligen Endnote angegebenen Schriften. Aus dem Lager der Nichtwähler erhielt die NSdAP von 1928-1933 zudem etwa fast 6 Mio. Stimmen.[26] Welcher Konfession die waren, habe ich leider nicht herausgefunden. Die Interessenparteien dienten vor allem als so genannte „Zwischenwirte“ zwischen den evangelischen liberalen Parteien DDP, DVP und DNVP und der NSdAP. Das heißt: Sie nahmen erst viele Stimmen von ehemaligen Wählern der evangelisch liberalen Parteien auf, und gaben diese dann, vor allem bei der Reichstagswahl 1932 Juli[27], an die NSdAP ab.

Zu bemerken ist noch: 1928-1933 verlor die SPD nicht nur netto 2,35 Mio. Wähler an die NSDAP[28] sondern auch zudem etwa 1 Mio. Wähler netto an die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), so dass die SPD in dieser Zeit etwa 3,3 Mio. Wähler an totalitäre Parteien abgab. Damit verlor die SPD etwa 35,5% ihrer Wähler von 1928 bis 1933 an die beiden totalitären Parteien, also mehr als ein Drittel!

10. Religiöse Wahlergebnisse in Deutschland nach 1945:

 

 

10.1 Nach 1945 wählen die Katholiken in West-Deutschland

nun überwiegend CDU und CSU statt bisher Deutsche Zentrumspartei und Bayerische Volkspartei:

Betrachtet man die ersten Wahlen in ganz West-Deutschland nach Ende des „Dritten Reiches“, also z.B. die ersten beiden Bundestagswahlen 1949 und 1953, so zeigt sich dass die CDU/CSU genau dort unangefochtener Wahlsieger ist, wo vor dem Dritten Reich die katholische Deutsche Zentrumspartei und die katholische Bayerische Volkspartei ihre Hochburgen hatten, nämlich in den Wahlkreisen mit deutlich überdurchschnittlichem Anteil von Katholiken (über 60%).[29]
Die CDU und die CSU können also als die legitimen Nachfolgeparteien dieser beiden Parteien angesehen werden. In diesen Wahlkreisen erreichte 1949 die CDU/CSU 43,3% der Stimmen und damit doppelt so viele Stimmen wie die zweitstärkste Kraft SPD mit 21,2%.[30] 1953    steigerte sie ihren Stimmenanteil hier auf sogar 59.9%, fast dreimal so viel wie die SPD die nur 21% erhielt..
Anders als die katholische Deutsche Zentrumspartei und die katholische Bayerische Volkspartei in der Weimarer Republik waren CDU/CSU aber konzipiert als Parteien, die auch in nicht-katholischen Gebieten relativ viele Stimmen sammeln, also nicht als katholische sondern als christliche Parteien, [sozusagen als nationalsozialismusresitente katholische Parteien, verbündet mit nichtnationalsozialistischen Lutheranern]. Dies sieht man an den Wahlergebnissen in den Wahlkreisen mit über 65% Nichtkatholiken, wo 1949 die CDU/CSU immerhin 20,3% der Stimmen erhielt und 1953 sogar 35,3% und damit mehr als die evangelische Partei SPD mit nur 32,7% der Stimmen.
[31] Umgekehrt erhielt die in der Weimarer Republik mit beispielsweise 1924 nur 5% Anteil an den katholischen Wahlberechtigten[32] fast rein evangelische SPD, aber 1949 und 1953 in den weit überwiegend katholischen Kreisen auch immerhin etwa 21% der Stimmen.[33]

 

Tabelle: Der religiöse Faktor bei den beiden ersten Bundestagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland:


Tabelle 9 aus: Falter, Jürgen W.; Kontinuität und Neubeginn. Die Bundestagswahl 1949 zwischen Weimar und Bonn (1981); Wiederabdruck in: Falter, Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialimus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP; Historical Social Research, Supplement No. 25; 2013: 303-332, hier: 317, Tabelle 9. [„n“ in der Tabelle heißt die Zahl der Wahlkreise auf welche jeweils die Klassifikation „katholisch“, „gemischt“ oder „evangelisch“ zutrifft.]

 

 

10.2 Die Wahlergebnisse bei den ersten Landtagswahlen in der sozialistischen Diktatur „DDR“ 1946:

 

 

Die Katholiken in der DDR entzogen bei den Landtagswahlen von 1946 auch der sozialistischen Diktatur „DDR“, genau wie der national-sozialistischen im Deutschen Reich, weitgehend ihre Zustimmung. Siehe Tabelle:

 

Tabelle 5 aus: Falter, Jürgen W. und Cornelia Weins; Die Wahlen in der Sowjetisch Besetzten Zone [SBZ] von 1946. Eine wahlhistorische Analyse (1999); in: Historical Social Research, Supplement 25 (2013): 333-354, hier 351.

  

11. Die Veränderung der Wählerlandschaft in Deutschland durch den Beitritt der Neuen Bundesländer 1990:

Die Veränderung der konfessionellen Zusammensetzung der Bundesrepublik Deutschland durch den Beitritt der ehemals fast ganz evangelischen und heute überwiegend evangelischen Neuen Bundesländer am 3. Oktober 1990 hat inzwischen (2018) zu einer Situation geführt, in der die Parteivorsitzende der CDU (Angela Merkel) seit dem Jahr 2000 erstmals eine evangelische[34] Person ist, die außerdem auf viele der Positionen verzichtet hat, die die CDU in der Zeit ihrer katholischen Parteivorsitzenden (von 1945[35]-2000) vertreten hat (z.B. Einwanderungspolitik, Energiewende, Ausstieg aus der Atomenergie) damit aber bei der letzten Bundestagswahl 2017 das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der CDU seit 1949[36] eingefahren hat. Die Mitglieder der CDU sind hingegen heute (2005) noch immer zu über der Hälfte (51%) katholisch, zu nur 33,3% evangelisch und gehören zu 15,7% keiner Kirche an.[37] Dennoch ernennt Angela Merkel als Kanzlerin überwiegend evangelische und konfessionslose CDU-Minister. Auch sind (2014) über 74% der Mitglieder der CDU Herren[38], was ebenfalls gegen eine weibliche Kanzlerin und Parteivorsitzende spricht. Zudem hat die Zahl der Parteimitglieder der CDU während der Zeit von Angela Merkel als Vorsitzender von 616.722 (2000) auf 425.910 (2017) abgenommen[39] – ein Verlust von gut 30%! Auch dies spricht dagegen, sie weiter als Parteivorsitzende und Kanzlerin zu behalten.

Im Unterschied zur CDU sind die Mitglieder der SPD (2014) zu 48% evangelisch und nur zu 23% katholisch.[40] Die lutherische Frau Merkel würde heute also besser zur SPD als zu ihrer Partei (der CDU) passen, und dies gilt auch für einen großen Teil ihrer Politik.

 

Einführende Literatur:

 

Borowsky, [Prof.] Peter; Wer wählte Hitler und warum? Ein Bericht über neuere Analysen der Wahlergebnisse 1928 bis 1933; in: Peter Borowsky. Schlaglichter historischer Forschung. Studien zur deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert; Aus dem Nachlass herausgegeben von Rainer Hering und Rainer Nicolaysen, Hamburg 2005: 235–253.

Falter, [Prof.] Jürgen W.; Die Wahlen des Jahres 1932/33 und der Aufstieg totalitärer Parteien; in: Stammen, [Prof.] Theo und [Prof.] Everhard Holtmann [Hgg.]; Die Weimarer Republik; Bd. 3: Das Ende der Demokratie 1929-1933; 1. A. München 1995: 271-314.

 

Ausgewählte Literatur:

Falter, [Prof.] Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991.

Falter, [Prof.] Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialimus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP; Historical Social Research, Supplement No. 25 (2013).

 

Ähnliche Ergebnisse wie Prof. Falter hat:

Geary, [Prof.] Richard (Dick); Who voted for the Nazis? (Electoral History of the National Socialist German Workers‘ Party); in: History Today, October 1. 1998; Vol. 48, Issue 10: 8-14.

 

 

 

 

 

 



[1] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 142, Grafik.

[2] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 145.

[3] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 140.

[4] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 145.

[5] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 140.

[6] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 146.

[7] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 145-146.

[8] Marx, Karl und Friedrich Engels; Manifest der Kommunistischen Partei; [1848; 23 Seiten]: Seite 8; URL: http://www.antifaschistische-linke.de/PDF/Manifest%20der%20Kommunistischen%20Partei.pdf; Zugang 04.09. 2016, 19:10 Uhr. (Unterstreichung T.F.) Beamte und vor allem Angestellte gab es damals nur wenig; sie werden von Soziologen als Neuer Mittelstand bezeichnet.

[9] Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 283, Tabelle 7.18.

[10] Das passendste Zitat das ich gefunden habe lautet: „Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt". Aus: Marx, Karl; Zur Kritik der politischen Ökonomie. Vorwort; [geschrieben] 1859; Marx-Engels-Werke (kurz MEW);Bd. 13: 9.

[11]Der Grosse Brockhaus. Kompaktausgabe; Aktualisierte 18. Auflage in 26 Bänden; Bd 1; Wiesbaden 1984 : 299-300.

[12] Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 241-242.

[13] Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 241-242.

[14] Falter, Jürgen W.: Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933 (1986). In: Historical Social Research, Supplement (2013), 25, pp. 145-193; hier: 191, Tabelle 14. Nachdruck von: Jürgen W. Falter und Dirk Hanisch. 1986. Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933. Archiv für Sozialgeschichte 26:179-216.

[15] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 277.

[16] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 146.

[17] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991: 154.

[18] Falter, Jürgen; Hitlers Wähler; München 1991:  152.

[19] Falter, Jürgen W.: Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933 (1986). In: Historical Social Research, Supplement (2013), 25, pp. 145-193; hier: 188; URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-379718. Nachdruck von: Jürgen W. Falter und Dirk Hanisch. 1986. Die Anfalligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933. Archiv für Sozialgeschichte 26:179-216.

[20] Falter, Jürgen W.: Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933 (1986). In: Historical Social Research, Supplement (2013), 25, pp. 145-193; hier: 187; URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-379718. Nachdruck von: Jürgen W. Falter und Dirk Hanisch. 1986. Die Anfalligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933. Archiv für Sozialgeschichte 26:179-216.

[21] Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 116.

[22] Errechnet nach Falter, Jürgen W.; Wahlen und Wählerverhalten unter besonderer Berücksichtigung des Aufstiegs der NSdAP nach [richtiger: seit] 1928; in: Bracher, Karl Dietrich und Manfred Funke und Hans-Adolf Jacobsen [Hgg.]; Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft; (Bonner Schirften zur Politik und Zeitgeschichte, Bd. 22); Düsseldorf 1987: 484-504, hier Seite 502, Tabelle 5, a) und b).

[23] Errechnet nach Falter, Jürgen W.; Wahlen und Wählerverhalten unter besonderer Berücksichtigung des Aufstiegs der NSdAP nach [richtiger: seit] 1928; in: Bracher, Karl Dietrich und Manfred Funke und Hans-Adolf Jacobsen [Hgg.]; Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft; (Bonner Schriften zur Politik und Zeitgeschichte, Bd. 22); Düsseldorf 1987: 484-504, hier Seite 502, Tabelle 5, a) und b).

[24] Falter, Jürgen W.; Wahlen und Wählerverhalten unter besonderer Berücksichtigung des Aufstiegs der NSDAP nach 1928; in: Karl Dietrich Bracher et al [Hgg.]; Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft; (=Bonner Politische Schriften zur Politik und Zeitgeschichte; Bd. 22); Düsseldorf 1987: 484-504, hier 484.

[25] 7,4 Mio. Wähler der NSdAP stammten aus dem bürgerlich-evangelischen Lager, laut: Falter, Jürgen W. und Dirk Hänisch; Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSdAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933; in: Archiv für Sozialgeschichte 26 (1986): 179-216, hier 212-213; zitiert nach: Borowsky, Peter; Wer wählte Hitler und warum? Ein Bericht über neuere Analysen der Wahlergebnisse 1928 bis 1933; in: Borowsky, Peter; Schlaglichter historischer Forschung. Studien zur deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert; aus dem Nachlass herausgegeben von Rainer Hering und Rainer Nicolaysen; Hamburg 2005: 235-253, hier 248. Von diesen etwa 7,4 Mio. stammten gut 2 Mio. von den beiden evangelischen liberalen Parteien DDP (linksliberal) und DVP (rechtsliberal), weitere gut 2,35 Mio. stammten von der liberal-monarchistischen DNVP. Bleiben über 3 Mio. Stimmen die von den evangelischen Interessenparteien stammen. Bei Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; Münechn 1991: 369 sind es 7,5 Mio. Wähler der „liberalen, konservativen und interessenorientierten Parteien“ und „fast 6 Millionen“ aus dem „Nichtwählerlager.

[26] Falter, Jürgen W.; Hitlers Wähler; München 1991: 116.

[27] Falter, Jürgen W.;  Radikalisierung des Mittelstandes oder Mobilisierung der Unpolitischen. Die Theorien von Seymour Martin Lipset und Reinhard Bendix über die Wählerschaft der NSDAP im Lichte neuerer Forschungsergebnisse; in: Steinbach, Peter [Hg.]; Probleme politischer Partizipation im Modernisierungsprozess; Stuttgart 1982: 463, Tabelle 1, Spalte 2.

[28] Falter, Jürgen W.: Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933 (1986). In: Historical Social Research, Supplement (2013), 25, pp. 145-193; hier: 187; URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-379718. Nachdruck von: Jürgen W. Falter und Dirk Hanisch. 1986. Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928-1933. Archiv für Sozialgeschichte 26:179-216.

[29] Falter, Jürgen W.; Kontinuität und Neubeginn. Die Bundestagswahl 1949 zwischen Weimar un d Bonn (1981); Wiederabdruck in: Falter, Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialimus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP; Historical Social Research, Supplement No. 25; 2013: 303-332, hier: 317, Tabelle 9.

[30] Falter, Jürgen W.; Kontinuität und Neubeginn. Die Bundestagswahl 1949 zwischen Weimar un d Bonn (1981); Wiederabdruck in: Falter, Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialimus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP; Historical Social Research, Supplement No. 25; 2013: 303-332, hier: 317, Tabelle 9.

[31] Falter, Jürgen W.; Kontinuität und Neubeginn. Die Bundestagswahl 1949 zwischen Weimar un d Bonn (1981); Wiederabdruck in: Falter, Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialimus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP; Historical Social Research, Supplement No. 25; 2013: 303-332, hier: 317, Tabelle 9.

[32] Falter, Jürgen W.; Die Wahlen des Jahres 1932/33 und der Aufstieg totalitärer Parteien: 296.

[33] Falter, Jürgen W.; Kontinuität und Neubeginn. Die Bundestagswahl 1949 zwischen Weimar un d Bonn (1981); Wiederabdruck in: Falter, Jürgen W.; Zur Soziographie des Nationalsozialimus. Studien zu den Wählern und Mitgliedern der NSDAP; Historical Social Research, Supplement No. 25; 2013: 303-332, hier: 317, Tabelle 9.

[34] Seite „Angela Merkel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. August 2018, 08:52 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Angela_Merkel&oldid=179828997 (Abgerufen: 9. August 2018, 16:00 UTC).

[35] Seite „Christlich Demokratische Union Deutschlands“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. August 2018, 08:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands&oldid=179711072 (Abgerufen: 9. August 2018, 16:09 UTC).

[36] Seite „Christlich Demokratische Union Deutschlands“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. August 2018, 08:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands&oldid=179711072 (Abgerufen: 9. August 2018, 16:02 UTC).

[37] Seite „Christlich Demokratische Union Deutschlands“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. August 2018, 08:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands&oldid=179711072 (Abgerufen: 9. August 2018, 16:06 UTC).

[38] Niedermayer, Oskar, 2015: „Parteimitglieder in Deutschland: Version 2015, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 25, Berlin"

http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/schriften/Arbeitshefte/index.html; laut: Bundeszentrale für Politische Bildung (2015), www.bpb.de.

[39] Niedermayer, Oskar; Parteimitglieder in Deutschland: Version 2018; Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 29; Berlin: Freie Universität Berlin 2018: 1-91, hier: 6, Tabelle 1.; auf URL: http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/schriften/Arbeitshefte/P-PMIT18_Nr_29.pdf

[40] Quelle: Anzahl Mitglieder, Alter, Geschlecht: Niedermayer, Oskar, 2013: „Parteimitglieder seit 1990. Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum,

Nr. 20, Berlin”; http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/schriften/Arbeitshefte/ahosz20.docx?1370439201 ;

Bildung, Beruf, Gewerkschaftsmitgliedschaft, Konfession: Spier, Tim et al. (Hrsg.), 2011: Parteimitglieder in Deutschland. Wiesbaden. Bundeszentrale für politische Bildung, 2013, www.bpb.de Lizenz: Creative Commons by-nc-nd/3.0/de.